Endurofahrer des MSC per pedes unterwegs
Am vergangenen Wochenende starteten unsere Vereinsmitglieder Marc Huse, Sascha Todorovic und Sergio Vila Pouca beim MammutMarsch 2018 in München.
Das Ziel war, 100 km in weniger als 24 Stunden zu Fuß zurückzulegen. Um 15:45 Uhr starteten Sascha und Sergio, und um 16:45 Uhr Marc. Mit einem schönen Blick auf die Berge und GPS in der Hand begann der Marsch auf dem Sportplatz in Tutzing. Zuerst entlang des Starnberger See und dann durch die Wälder war der erste Checkpoint bei Kilometer 17 schnell erreicht. Das Tempo war gut und alles fühlte sich noch ganz gut an. Aber der 2. Checkpoint war erst bei Kilometer 41 und schon ab Kilometer 30 fingen die ersten Schmerzen und Beschwerden an. Sascha und Marc klagten über Krämpfe und Muskelkater, und Sergio hatte schon Blasen unter beiden Füßen. Trotzdem kämpften sie weiter und erreichten den 2. Checkpoint. Trotz Schmerzen und nach wahrer Enduro-Manier gaben sie nicht auf und pushten weiter bis zum Checkpoint 3 bei 52 Kilometer. Für Sascha wurden seine Schmerzen untragbar und vor allem wäre die restliche Distanz innerhalb der verbleibenden Zeit bei dem durch Schmerzen verlangsamten Tempo nicht mehr machbar gewesen. Mit einer sehr stolzen Leistung von 52 Kilometern stieg Sascha dann leider aus. Sergio zog weiter und Marc war etwas weiter hinten auch noch mit dabei. Marc schaffte leider nur noch 8 weitere Kilometer weiter bis 60 Kilometer und stieg dann auch wegen seiner Schmerzen aus.



Zwar noch ohne Muskelkater aber dafür im Kampf mit seinen brennenden Füßen marschierte Sergio alleine weiter. Nach einem kurzen Regenschauer und wieder Sonnenaufgang erreichte er Kilometer 69 bei Checkpoint 4. Der Shuttlebus stand direkt am Checkpoint bereit, um die ausgestiegenen Teilnehmer mitzunehmen. Die Verlockung war durch die Schmerzen sehr groß, aber er biss weiter und lief einfach am Shuttlebus vorbei und legte stattdessen eine etwas längere Pause von ca. 20 Minuten am Checkpoint ein.
Nach der Pause kam er dann aber kaum noch hoch auf die Beine. Zum Glück war aber der Shuttlebus schon wieder abgefahren und deshalb riss er sich zusammen und marschierte wie ein Zombie weiter. Ab jetzt half nur noch ein starker Kopf. Nach ca. 30 Minuten marschieren, um Muskeln und Füße wieder auf Temperatur zu bringen, wurde Sergios Gruppe von einem total Verrückten überholt. Sein Tempo war trotz der bereits zurückgelegten Distanz sehr schnell. Aber mit Blick auf die Uhr und die noch verbliebenen Kilometer hängte sich Sergio an ihn dran und lief die nächsten 1 1/2 Stunden in diesem schnellen Tempo mit. Den letzten Checkpoint 5 bei Kilometer 82 erreichten sie in prallem Sonnenschein.



Jetzt blieb nur noch die letzte Etappe mit einer Distanz von ein bisschen weniger als einem Halbmarathon übrig. Das Ziel war jetzt für Sergio nur noch irgendwie anzukommen. „Es war ein Megafieser Abschnitt, der dazu gedacht war, die letzte Kraft und den letzten Willen aus den Teilnehmer rauszuholen“ sagte Sergio. Lang gezogene Abschnitte hoch und runter über Feldern mit einem weiten Blick von ca. 3-4 Kilometer voraus auf die vorauslaufenden Teilnehmer. Und dazu höllisch heiß! Nach 22:38 erreichte Sergio das Ziel, total erschöpft mit dem Versprechen einmal geschafft und nie wieder. Aber wer weiß, wir Endurofahrer sind eine andere Art und vielleicht stiftet einer unserer Jungs und Mädels den ein oder anderen mal wieder dazu an, so etwas Außergewöhnliches zu machen.
Viel Erfolg wünschen wir euch drei. Sehr starke Leistung!!!!

Copyright © 2018 MSC Frickenhausen e. V. im ADAC. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.